Perspectiva
America Latina

 

           

donnerstags, 13. November - 18. Dezember 2014, 19h, Eintritt: frei

Flyer

Die Verehrung der Göttin Pachamama in Tawantinsuyu, das Prinzip des Sumak Kawsay im Andenraum, Schamanismus in Peru, Bolivien oder Venezuela und afro-brasilianische Religionen wie Candomblé, Macumba und Umbanda gehören ebenso zum religioesen Alltag in Mittel- und Südamerika wie María Lonza in Venezuela, Regla de Ocha (Lukumí) in Westkuba und Rastafari in Jamaika.

Ausserdem sind im südamerikanischen Guyana knapp ein Drittel der Menschen Hindus, in Suriname ist ein Fünftel der Bevölkerung muslimisch und die Mehrheit der jüdischen Community in Brasilien sind Ashkenazi.

Am weitesten verbreitet in der Region ist jedoch mit 488 Millionen Anhänger_innen der Katholizismus – und hier liegt auch der Fokus der aktuellen Kino-Reihe EN FOCAR RELIGIÓN.RELIGIÃO EM FOCO.


„Im Bewusstsein der Menschen ist Religion unzertrennlich von Kultur und wird mit fest verankerten Traditionen mit Inhalt gefüllt. Religion, unberührt von gesellschaftlichen-politischen Entwicklungen bzw. Umbrüchen der jeweiligen Länder, kann die Ausübung des sonntäglichen Kirchenganges mit der Bibel unter dem Arm, bedeuten. Religion kann aber auch ein Ritual bedeuten, im Sinne von Religiösität, die widergespiegelt wird im Umgang mit der überwältigenden Symbolkraft der Natur, mit den täglichen, geradezu mathematisch durchgeführten Ritualen, in der Wahrnehmung von Leben als ein Geschenk Gottes und nicht zuletzt als eine - mal mehr mal weniger - verzweifelte Suche nach dem ganz persönlichen Paradies auf Erden.“ (Fátima Lacerda, Kuratorin)

Kuratorin: Fátima Lacerda

Die Reihe findet im Rahmen von WORLD WIDE CINEMA statt.

Die Reihe Perspectiva America Latina in unserem Programm WorldWideCinema nimmt Euch mit auf eindrucksvolle Reisen in die Geschichte und Gegenwart der Cinematographie Mittel- und Südamerikas. Während sich die Filmindustrie zwischen den 1930er und 1960er Jahren dem Unterhaltungsdruck von Hollywood beugte, zeigt sie sich heute selbstbewusst und unabhängig. Die zahlreichen Auszeichnungen bei internationalen Filmfestivals bestätigen diesen Trend.

Das Kino Mittel- und Südamerikas ist ein Spiegelbild der geografischen und kulturellen Vielfältigkeit der einzelnen Länder. Darüber hinaus thematisieren die Filme universelle, quasi "globalisierte" Fragen: Die Suche nach dem Glück, der Herkunft und der Bewältigung des ganz normalen Alltagswahnsinns. Dies geschieht mit scharfer Selbstironie und teilweise melodramatischen Zügen.