August 2018

 
 

Gnaoua Festival Berlin

Donnerstag 16.08.2018 19:30 | ganzes Haus

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen
Kurator/-in: Alaa Zouiten

Produktion

Beim jährlichen Gnaoua-Festival im marokkanischen Essaouira zelebrieren regelmäßig mehr als 45.000 Menschen die tranceartige Musik, die vor mehr als drei Generationen von der Westküste des Kontinents nach Marokko gelangten.

Mit dem Gnaoua Festival, das erstmals vom 16.-18. August 2018 in Berlin stattfindet, würdigt die WERKSTATT DER KULTUREN die jahrhundertelange Tradition der Gnaoua-Meister, deren Vorfahren als versklavte Menschen aus den heutigen westafrikanischen Staaten Mauretanien, Senegal, Niger und Mali nicht nur den Sound Marokkos, Algeriens und Tunesiens erneuerten, sondern auch nachhaltigen Einfluss auf die internationale Entwicklung des Jazz hatten.

Bekannt geworden sind die Gnawa insbesondere aufgrund ihrer rhythmusbetonten Musik. Die drei Hauptinstrumente sind Ṭbal (mit Stöckchen geschlagene Fasstrommel), Sintir (Langhalslaute, Resonanzkörper kann ein Schildkrötenpanzer sein) und Gimbri (dreisaitige Langhalslaute mit rechteckigem Resonanzkörper aus Holz), dazu kommt die metallene Gefäßklapper Qarqaba (Pl. Qaraqib). Die Musik hat ihre ursprüngliche Funktion beim nächtlichen Lila- oder Derdeba-Ritual.

zum gesamten Festival-Programm (alle Tage)

Kuration: Alaa Zouiten


 

ARAB SONG JAM feat. Majid Bekkas «Gnaoua Art Trio»

Majid Bekkas, Erfinder und weltweiter Botschafter des „Gnaoua Blues“, teilte bereits mit den Saxophon-Giganten Archie Shepp und Pharaoh Sanders die Bühne. Bei uns tritt der „Ali Farka Touré Marokkos“ mit dem Saxophonisten Mohamed Babarti und dem jungen Percussion-Talent Amin El Bliha aus Marokko an.

Ihr Repertoire: Traditionelle Gnaoua-Musik und eigene Kompositionen – inspiriert von Rhythmen und Melodien aus verschiedenen Ecken Marokkos, angereichert mit kunstvollen Improvisationen.

Im zweiten Set wird mit eingeladenen Berliner Musikern der arabischen Musikszene gejammt, wie bei jeder Edition der zwischenzeitlich fest etablierten monatlichen Konzertreihe „ARAB SONG JAM goes Maghreb“, der Session-Reihe der WERKSTATT DER KULTUREN für Sounds aus West-Asien und Nord-Afrika über die sogar schon die New York Times berichtete („Jazz it up: Arab musicians bring their songs to Germany“). Wir erwarten eine vibrierende Jam-Session à l´arabe!

Geleitet wird „ARAB SONG JAM goes Maghreb“, wie jeden 3. Donnerstag im Monat, von Festival-Direktor Alaa Zouiten.

 

Majid Bekkas auf Facebook

Presseartikel: RFI, WOMEX

Majid Bekkas auf Soundcloud


Majid Bekkas
, Oud- und Guembri-Virtuose und Gitarren-Professor wurde 1957 in Salé (Marokko) geboren. Er gilt als Schöpfer des „Gnaoua Blues“ und ist seit Jahrzehnten als dessen musikalischer Botschafter in der ganzen Welt unterwegs. Der “Ali Farka Touré Marokkos“, ist Multiinstrumentalist und Kenner der afrikanischen Musik - insbesondere der Musikkultur Malis.

Die Weltmusikmesse WOMEX meint: „Bekkas Offenheit und seine einzigartige Fähigkeit, Modernität und Geschichtsbewusstsein kompromisslos miteinander zu verbinden, befreien seine Musik von der Fessel der Zeit“

Bekkas studierte klassische Gitarre und Oud am Konservatorium für Musik und Tanz in Rabat, danach erlernte er die Kunst des guembri und der Gnaoua-Musik von Mâalem Ba Houmane.

Weltweit hat er sich durch die Zusammenarbeit mit großen afrikanischen Musikern wie dem Balafonisten Aly Keita, dem N'goni-Spieler Bassekou Kouyaté und dem Kora-Spieler Ablaye Cissoko einen Namen gemacht, als auch durch zahlreiche Konzerte und CD-Aufnahmen mit Jazzstars wie Pharoah Sanders, Archie Shepp, Joachim Kühn, Louis Sclavis oder der Bigband des Hessischen Rundfunks.

Für sein Album „Mogador“ mit dem italienischen Jazztrompeter Flavio Boltro erhielt er den Django d´Or 2004. Dem deutschen Publikum wurde Bekkas durch seine Mitwirkung an Klaus Doldingers Album „Passport to Morocco“ (German Jazz Award 2006) bekannt sowie durch die anschließende großen Jubilee-Tour zu Doldingers 70.Geburtstag mit über 50 Konzerten vor annähernd 100.000 Besuchern. Majid Bekkas Album „Makenba“ (2010) erreichte Platz 1 der Top-10-Liste der wichtigsten Gnawa-Alben des Musikmagazin Songlines. 2012 wurde er mit der Silbermedaille der Akademie der Wissenschaften und Künste in Paris ausgezeichnet.

Line-up:

  • Majid Bekkas - Oud/Guembri/Gesang
  • Mohamed Babarti - Saxophon
  • Amin El Bliha - Percussion
  • sowie im 2. Set mit Festival-Kurator Alaa Zouiten (Oud) und weitere Musiker*innen des ARAB SONG JAM der WERKSTATT DER KULTUREN


 

 


Trance der Worte

laufende Kalligraphie-Ausstellung während des gesamten Festivals
 

Hassan Majdi lädt zu einer kalligraphischen Reise der Geste und der Bewegung arabesker Ästhetik ein, in der sich Buchstaben vermischen, verschlingen und in die Unendlichkeit fliegen: es ist wahrhaftig eine Trance der Worte. Mithilfe seines künstlerischen Austauschs mit anderen chinesischen, hebräischen, lateinischen und arabischen Kalligraphen, kreiert er einzigartige Werke, die in Frankreich und in weiteren Ländern seit 2001 ausgestellt werden. Momentan lehrt Majdi an der Universität von Perpignan (Frankreich) Arabisch und moderiert international Workshops und Konferenzen über arabische Kalligraphie.

 

Hassan Majdi ist ein französisch-marokkanischer Künstler, der im Alter von sechs Jahren durch seinen Großvater mütterlicherseits in die traditionelle arabische Kalligraphie eingeweiht wurde. Als Jugendlicher praktizierte Majdi weiterhin auf Zeitungsschlagzeilen und Plakaten von ägyptischen Filmen arabische Kalligraphie. Bald danach ließ er sich in Frankreich nieder und traf dort 1995 den französisch-iranischen Kalligraphen Hassan Massoudy. Hassan Majdis künstlerisches Schaffen ist eine Erforschung verschiedener Formen und kalligraphischer Gesten, die zur Vermittlung der Botschaft des Friedens und der Liebe zwischen Menschen beitragen.

 


  

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