August 2018

 
 

HOMAGE SESSION

Sonntag 19.08.2018 16:00 | Garten & Foyer

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen
Kurator/-in: Fuasi Abdul-Khaliq

Produktion

In dieser Edition unserer HOMAGE SESSION wird das World-Jazz-Ensemble der WERKSTATT DER KULTUREN, die "Little Big Band", das Album "Senzo" von Abdullah Ibrahim spielen.
 

Besetzung

  • Drums - Eric Vaughn
  • Arranger/Piano - Reggie Moore
  • Bass - Oli Potratz

 

"Senzo" von Abdullah Ibrahim

Das Album erhielt den "Preis der deutschen Schallplattenkritik" (Bestenliste 4/2008) in der Kategorie Jazz als herausragende Produktion.

Auf „Senzo“ setzt sich Abdullah Ibrahim solo ans Piano und erschafft eine direkte Verbindung von afrikanischen Roots mit amerikanischem Jazz und europäischer Kunstmusik. Seine Spiritualität kommt ganz ohne Esoterik und Ätherik aus, sein Ton ist von nahezu erschütternder Klarheit. Was sich für den Jazz-Kenner wie ein Höchstmaß musikalischer Reduktion auf die Essenz des Ausdrucks ausmacht, ist für den jazzfremden Hörer einfach nur entwaffnend schöne Musik. Ibrahim improvisiert, ohne dabei seinen oder den Intellekt des Hörers zu überfordern. Seine einfache Formel lautet: „No mind“. Die Stücke sind für einen Jazzkontext ungewöhnlich kurz, doch ergeben diese Torsi und Fragmente in ihrer Gesamtheit einen Bewusstseinsstrom, der lange vor dem ersten Ton beginnt und nicht mit dem letzten abbricht. Ibrahims unbefangen intimes Verhältnis zum Ton kombiniert die abgeklärte Weisheit eines alten Schamanen mit der unstillbaren Neugier eines kleinen Jungen. Nicht selten vergisst man ganz und gar, dass da ein Piano erklingt, und glaubt einfach nur ein Kind mit heller Stimme singen zu hören. Ibrahim spricht im Zusammenhang mit seiner Musik nicht von Stücken, sondern von Songs, die er am liebsten singen lassen würde.

 

Der Name Abdullah Ibrahim gehört so untrennbar zur Jazzgeschichte wie Duke Ellington oder John Coltrane. Mit allen genannten Musikern hat der Pianist eng zusammengearbeitet, und doch ist seine Lebensgeschichte eine ganz einzigartige Story, die eng mit den globalen Geschicken des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Als Adolphe Johannes Brand 1934 in Kapstadt geboren, arbeitete er unter dem Namen Dollar Brand ab 1949 als Berufsmusiker, begleitete Miriam Makeba und gründete die Band Jazz Epistles, die internationale Anerkennung erfuhr. 1962 migrierte er nach Europa und wurde von Duke Ellington entdeckt und nach New York geholt.

Ein Triumph auf dem Newport Jazz Festival sollte seine Eintrittskarte in die erste Liga des Jazz sein. Er gehörte zur Avantgarde von New York und schulte an der Seite von Ornette Coleman und John Coltrane nicht nur seinen Sinn für Improvisation, sondern begab sich auch auf ein spirituelles Gleis, das er bis heute nicht mehr verlassen sollte.

1968 konvertierte er zum Islam und nahm den Namen Abdullah Ibrahim an, der im Lauf der nächsten Jahrzehnte ganz behutsam das Trademark Dollar Brand ablöste. In den siebziger und achtziger Jahren war er die Figur für afrikanischen Jazz schlechthin. Erinnert sei nur an Alben wie „Echoes From Africa“ (1979, im Duo mit Dyani), „African Marketplace“ (1980) oder „Zimbabwe“ (1983), die eine bis dahin undenkbar organische Verbindung zwischen amerikanischem Jazz und afrikanischer Rootsmusik beschrieben. Die Abschaffung der Apartheid war auch für Abdullah Ibrahim ein Befreiungsschlag. 1994 spielte er auf der Amtseinführung Nelson Mandelas.


 

LITTLE BIG BAND

Ob Opern- oder Konzerthaus, Theater oder Musicalbühne; ein festes künstlerisches Ensemble ist für die meisten Kultureinrichtungen Standard. Im Jazz-Bereich sind dafür u.a. die Jazz Bigbands der öffentlich-rechtlichen Radiosender bekannt. In Berlin gab es in der Vergangenheit verschiedene Ansätze für einen festen Ort mit eigenem Jazz-Ensemble, bisher allerdings ohne Resultat.

Das WorldJazz@WERKSTATT DER KULTUREN-Ensemble "LITTLE BIG BAND & friends", ist ein sich ständig umformierendes Ensemble aus Jazz- und World-Musiker*innen, das den größten Teil der im Kontext von WorldJazz@WERKSTATT DER KULTUREN stattfindenden Konzerte bestreiten wird:

Die LITTLE BIG BAND besteht aus einem festen Nukleus von Musiker*innen, die durch unterschiedliche Kolleg*innen verstärkt wird – abhängig davon, welche Werke welcher World-Jazz-Komponist*innen gespielt wird.

Saxophonist Fuasi Abdul-Khaliq fungiert als Bandleader der LITTLE BIG BAND; Schlagzeuger Eric Vaughnist co-leader der LITTLE BIG BAND, und leitet die HOMAGE SESSION.

In rund 40 Konzerten, die 2018 in der WERKSTATT DER KULTUREN in unterscheidlichen Formaten und Genres stattfinden, wird die LITTLE BIG BAND u.a. musikalisch unterstützt von Max Hugh (bass), Reggie Moore (piano), Richard Howell (sax), Robby Gerken (congas), Terence Harper (trumpet), Alexey Kochetkov (violin), Aly Keita (balafon), Badou M'Baye (djembe), Bertolt Karsten Troyke (vocals), Ekow Alabi (vocals), Johan Meijer (guitar), Lucia Fodde (vocals), Mayelis Guyat (vocals), Miriam Netti (vocals), Momo Djender (vocals, guitar, oud, gimbri), Natalie Greffel (vocals), Sungjun Ko (guitar, oud), Yoro M'baye (djembe), Vido Jelashe Mbutuma (vocals), El Congo Allen (trumpet), Geoffroy De Masure (trombone), J.C. Dook (guitar), Alfred Mehnert (congas, percussion) & many more ...

  

Werde Fan der LITTLE BIG BAND!


 

Homage Session 

  


Unsere mittlerweile fest etablierte Jazz-Jam-Session am Sonntagnachmittag erfährt mit den HOMAGE SESSIONS einen wesentlichen Relaunch!

Die Konzertreihe konzentriert sich in erster Linie auf die zahlreichen Vertreter*innen des WorldJazz - wie Mongo Santamaria, Tina Maria, Miriam Makeba, Tito Puente, Hugh Masekela, Celia Cruz, Ella Fitzgerald, Django Reinhardt, Jan Garbarek oder Krzysztof Komeda.

Eine Reihe im Rahmen des Jahresschwerpunkts WorldJazz @ Werkstatt der Kulturen.

Insgesamt 34 Konzerte sind 2018 einer großen Persönlichkeit des Jazz gewidmet, deren/dessen Kompositionen und "Signature Songs" von "Little Big Band", geleitet von Fuasi Abdul-Khaliq mit jeweils einem ausgewählten special guest vorgetragen werden.

Dies wird ergänzt durch Lecture Passagen zur Biographie und zur musikalischen Bedeutung der jeweils gefeatureten Persönlichkeit. Dem Publikum werden damit im Lauf des Jahres die Geschichte und die großen Aufnahmen des World Jazz nahe gebracht.

Im zweiten Set wird - wie immer - gejammt: die Bühne wird geöffnet für anwesende Musiker*innen; die thematische Festlegung auf Werke der Komponisten/des Komponistin des 1. Sets bleibt bestehen.

Jeden Sonntag 16h bis 20h: bei gutem Wetter im Garten mit südafrikanischem Barbecue; ansonsten im Foyer der WERKSTATT DER KULTUREN mit anderen kulinarischen Highlights.


  

Wir bedanken uns für die Forderung des Jahresschwerpunktes WorldJazz @ WERKSTATT DER KULTUREN durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Auswahlverfahren der Sonderausschreibung der Spartenoffenen Förderung 2018/2019.

   


  

Alle Konzerte der Little Big Band  

 
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