März 2018

 
 

ARAB SONG JAM

Donnerstag 01.03.2018 19:30 | Saal

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Produktion

 

 

 

Traditionals DES ÖSTLICHEN MITTELMEERRAUMES

Die Länder des östlichen Mittelmeeres teilen kulturell und geschichtlich sehr vieles. Über die Jahrhunderte haben sich die Traditionen und Lieder der verschiedenen regionalen Kulturen immer weiter gegenseitig beeinflusst und vermischt.

So ist, bei allen regionalen Unterschieden, ein Liedgut entstanden, das die heutigen Ländergrenzen überschreitet und den Irak, Kurdistan, Syrien, den Libanon, Palästina und Jordanien verbindet.
Der Fokus des diesmaligen Arab Song Jam liegt auf diesen gemeinsamen Traditionals - vor allem der jüngeren Vergangenheit: Lieder, die meist von Liebe und Sehnsucht handeln und die vornehmlich auf Hochzeiten, Volksfesten und anderen feierlichen Anlässen gespielt und zu denen traditionelle Gruppentänze getanzt werden.

Bei diesem - auf Arabisch Dabkeh genannten - Tanz fasst man sich an den Händen und tanzt zu je nach Rhythmus variierenden Schrittfolgen im Kreis, wobei die erste Person in der Reihe oft ausgefallenere Bewegungen einbaut und ein Tuch durch die Luft schwingt. Diese Festlichkeiten können oft sehr lange dauern, manchmal wird Tagelang getanzt.

Während diese Art von Musik ganz traditionell vor allem mit Zurna oder Mizmar (Trichteroboe) und Tabl (mit Stöckern gespielte Rahmentrommel mit zwei Fellen) gespielt wurde, haben sich mit der Zeit auch verschiedene Holzblasinstrumente (Nay, Kawala, Shabbabeh), Zupfinstrumente (Oud, Bozouk, Baglama) und Streichinstrumente (Kamandscha, Rebaba) etabliert. Heute gibt es natürlich auch Interpretationen mit E-Gitarre und Schlagzeug oder auch mit Keyboard und elektronischen Rhythmen.

 

Musiker

Als Sänger dürfen wir zu diesem Arab Song Jam Ghays Mansour aus Jena begrüßen. Ghays ist in Syrien geboren und hat dort Gesang an der Musikhochschule in Damaskus studiert. Schon in Syrien hat er viele Konzerte gegeben, sowohl Solo als auch mit verschiedenen Orchestern, Ensembles und Bands. Mittlerweile lebt Ghays in Jena und hat sich durch Auftritte in zahlreichen Städten und mit verschiedenen Musikern auch in Deutschland einen Namen als mitreißender Sänger gemacht, der sowohl traditionelle als auch moderne Stile exzellent beherrscht. Begleitet wird er von Ali Hasan Nar und Tayfun Guttstadt. Ali ist ebenfalls in Syrien geboren und lebt nun in Berlin. Als gefragter und vielseitiger Percussionist überschreitet er in seiner Musik regelmäßig Genregrenzen. Mal auf der Straße in einer Jamsession, mal mit einem philharmonischen Orchester, begeistert er stets durch sein lebendiges Spiel. Tayfun ist in Hamburg geboren und ist 2015, nach mehreren Jahren in der Türkei, nach Berlin gezogen. Der versierte Multiinstrumentalist (Gitarre, Nay und Gitağlama, eine einzigartige Kombination aus Baglama und Gitarre, zählen zu seinem Inventar) spielt in zahlreichen arabischen und türkischen Ensembles.

Bisher ungehörte Klänge dürfen also von diesem spannenden Ensemble erwartet werden, das auf der Bühne noch vom Oud-Virtuosen Wassim Mukdad tatkräftig unterstützt wird.

 

Bandleader des Abends: Wassim Mukdad

Wassim Mukdad ist ein Musiker und Komponist aus Syrien. Er komponiert, dirigiert und spielt die Oud (die arabische Laute) in verschiedenen Genres wie Tarab, Tanz- und mittelalterlicher Musik, die er mit Elementen anderer Musikkulturen verbindet.

Seit seiner frühen Kindheit spielt Wassim Oud und Klavier, stark inspiriert von Munir Bashir, einem der größten Oud-Spieler der Geschichte. Er genoss sein Studium am "Höheren Musikinstitut in Damaskus" unter der Leitung der renommierten Professoren Askar Alikbarov (aus Aserbaidschan), Isam Rafee und Mohammad Othman (aus Syrien).

Derzeit arbeitet Wassim an verschiedenen Musikprojekten wie dem "Babylon Orchestra", einem Orchester zur Verschmelzung von arabischer Musik und europäischer Musik in Berlin. Er ist auch Teil von "Kayan Project", einem gemischten Quartett aus Syrien und Israel, das eine Botschaft des Friedens und der Vielfalt vermittelt. Wassim trat bereits mit vielen Ensembles in Syrien und der Türkei auf. Er betont immer wieder, dass ein Dialog zwischen den Kulturen geschaffen werden muss, um den Frieden angesichts von Stereotypisierungen, Rassismus und Kriegen zu fördern.

  

Als Psychosozialer Berater setzt Wassim seine Bemühungen auf dem Gebiet der Musik fort und beteiligt sich an Projekten wie "Musikplus Fusion" dem Education-Programm der Berliner Philharmoniker. Von 2010 bis 2012 half Wassim traumatisierten palästinensischen, irakischen und syrischen von Krieg betroffenen Kindern in Syrien durch Musik und Chöre in Zusammenarbeit mit UNRWA, UNICEF, DRC (Danish Rescue Committee) und SARC "Syrian Arab Red Crescent SARC".


In all diesen Projekten folgt Wassim weiterhin seiner Vision, und sieht Musik als eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, das Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen verbindet und sie auf einer sehr tiefen emotionalen Ebene interagieren lässt.

 

 


 

 

ARAB SONG JAM

Bei der Konzertreihe ARAB SONG JAM, werden Neuinterpretationen populärer und traditioneller arabischer Lieder in der WERKSTATT DER KULTUREN auf die Bühne gebracht.

Die Konzertreihe lehnt sich mit ihrem Format an die Schwarze US-amerikanische Jamsession-Kultur der 40er Jahre an. Dabei wird das erste Set eines Abends durch ein festes Trio oder Quartett eröffnet, während für das zweite Set neu in der Stadt befindliche Musiker*innen beim Bandleader vorstellig werden können um einzusteigen.

Ähnlich wie sich die Jazz-Jamsessions in allen Metropolen der Welt inzwischen am "Real Book" mit seinen Jazzstandards orientiert, bedient sich die neue Konzertreihe ARAB SONG JAM aus dem reichen Schatz des arabischsprachigen Lied-Repertoire, das durch die legendären Sängerinnen Oum Kalthoum aus Kairo und Fairuz aus Beirut in der gesamten arabischen Großregion verbreitet wurde sowie aus Traditionals.

Der Besuch von ARAB SONG JAM ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns sehr!

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