Februar 2018

 
 

Beyond Spring

Donnerstag 08.02.2018 19:30 | Club

Eintritt: 5,- EUR

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe) / Mayadin al-Tahrir e.V.
Kurator/-in: Viola Shafik

Kooperation

Zur Sonne - Zur Lyrik nubischer Migrationserfahrung

FILMSCREENING des Abends

 

Voyage to Nubia/Reise nach Nubien (7. Episode)
Dokumentarfilm von Saad Nadim, 1960, Ägypten, 8 Min, VHS auf DVD, Engl. VO
Dieser staatlich produzierte Kurzfilm des Dokumentarfilmverteranen Saad Nadim führt in die traditionelle Kultur Nubiens ein und preist die Vorteile des Aswan-Staudamm, der die Nubier bald in die Immigration treiben wird.

The Dam/Der Damm
Animationsfilm von Saber Akeed , 1990, Ägypten, 6 Min.
Dieser kurze Animationsfilm über den Verlust der nubischen Kultur wegen dem Bau des Dammes wurde von einem nubischen Filmemacher realisier.

The Nubia Train/Der Nubien-Zug
Dokumentarfilm von Attiyat El-Abnoudi, 2002, Ägypten, 35 Min.,VHS auf DVD, Arabisch engl. UT
Mit einer handgehaltener Kamera beobachtet dieser Film in aller Ausführlichkeit Vorbereitung und Ausführung der jährlichen Heimereise nubischer Familien von Alexandria nach Oberägypten anlässlich der Festtage. Deutlich, aber ohne ein Wort des Kommentars stellt dieser Film vier Jahrzehnte nach der Umsiedlung die Fragen nach den Gründen der generationen-alten innerägyptischen Migration der Nubier und visualisiert gleichzeitig deren Ergebnis.
 

 

Vortrag von Alia Mossallam


In 1964, nach jahrelangen Vorbereitungen und teils sogar mit Vorfreude wurden 50.000 Nubier aus 33 Dörfern zwischen Ägypten und dem Sudan weg vom Nil-Ufer in die Wüste von Komombo zwangsumgesiedelt. Während sich ihr Leben früher um einen unvorhersehbaren Wasserlauf drehte, ist ihr Hauptanliegen nun, der Sonne zu entkommen. Warum haben sie an die Möglichkeiten des Staudamms geglaubt? Wie haben sie das Trauma der Umsiedlung verarbeitet? Wie setzt sich in der Abwesenheit des Flusses eine Lebensweise fort, die einst vollständig vom Nil abhing, vom Schöpfungsmythus bis hin zu den alltäglichen Ritualen? Beim Hören nubischer Lieder, die Hoffnung, Nostalgie und schließlich Wut ausdrücken, nehmen wir teil an einem Austausch mit dem Nil, den Vögeln, dem mythischen mer-Volk und an die Reflektionen der vielfältigen Gefühlen, die mit der Vertreibung zusammenhängen.

Alia Mossallam, EUME Fellow der Alexander von Humboldt Stiftung, promovierte in Politikwissenschaften. Ihre Dissertation untersucht die populäre Geschichte des nasseristischen Ägypten durch Geschichten und Lieder von Leuten aus der 1952er Revolution. Mossallam unterrichtete an der American University in Cairo (AUC), dem Cairo Institute for Liberal Arts and Sciences (CILAS) und führte in ganz Ägypten eine Reihe von Workshops durch zum Thema „Wiederaneignung revolutionärer Geschichte(n)“. Sie arbeitete ausserdem mit Theaterleuten zusammen, um revolutionäre Erfahrungen der Gegenwart und alternative Geschichtsschreibung aus der Vergangenheit zu erkunden und auf der Bühne wieder zu beleben, z.B. das Stück Hawwa al-Hureyya (Whims of Freedom). Darüberhinaus schreibt sie für Mada Masr. Momentan forscht sie an „Hekāyāt Sha’b – Geschichten eines Volkes: Nasserismus, populäre Politik und Lieder in Ägypten, 1956-1974“.


  

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Arabische Filmreihe Beyond Spring

 

           

 
Im Jahr 2010 haben die ersten Proteste in Tunesien eine Welle von Aufständen im Nahen Osten und in Nordafrika ausgelöst, die als der arabische Frühling bekannt wurden. Die Geschichte der Region geht aber über besagten Frühling hinaus.

Mit einer speziellen Auswahl an Dokumentar- und Spielfilmen, kuratiert von Viola Shafik stellt diese Filmreihe seit 2014 in der WERKSTATT DER KULTUREN Werke aus verschiedenen arabischen Ländern vor.

Ihr Ziel ist es, die sozialen und politischen Verhältnisse in der Region in Augenschein zu nehmen und unser Verständnis von den verschiedenen Aspekten - sei es Klassenverhältnisse, Geschlecht oder Politik - zu verbessern und sich mit Fragen rund um Konfessionalismus, soziale Gerechtigkeit, Geschlechterfragen sowie die Palästina-Frage auseinandersetzen.

Die Aufführungen werden begleitet von Diskussionen und von Expert*innen des EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe), einem Forschungsprogramm am Forum Transregionale Studien.

weitere Filme der Reihe


 

 

Kuratorin

  

Viola Shafik, Dr. phil., ist freischaffende Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin. Sie veröffentlichte u.a. Arab Cinema: History and Cultural Identity, AUC-Press, Cairo, 1998 und Popular Egyptian Cinema: Gender, Class and Nation, AUC-Press, 2007. Sie lehrte an der American University in Cairo sowie an der Universität Zürich. Sie ist im Auswahlkommitte des Rawi Screenwriters’ Lab und des World Cinema Funds der Berlinale. Sie führte Regie bei mehreren Dokumentarfilmen, u.a. Ali im Paradies/My Name is not Ali (2011) und Arij - Scent of Revolution (2014). Zur Zeit lehrt sie an der Humboldt Universität, Berlin sowie der Ludwig Maximilian Universität, München.

   


 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

Mayadin al Tahrir e.V. und

EUME (Europe in the Middle East - The Middle East in Europe).

 

  

 

 

 

 

 

 
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