November 2017

 

Arab Song Jam goes Maghreb

Donnerstag 23.11.2017 Einlass 19:00 | Saal

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen

Kooperation


ARAB SONG JAM goes maghreb FEAT MOMO DJENDER

Traditionelle & populäre arabische Lieder ganz neu



 

Mit "ARAB SONG JAM goes Maghreb" zeigt die WERKSTATT DER KULTUREN im Rahmen des Schwerpunktes LA SAISON ARABE die sehr speziellen, traditionellen Musikstile aus Algerien, Marokko und Tunesien.

Der marokkanische Oud Spieler und Fusion Musiker Alaa Zouiten wird an jedem 3. Donnerstag im Monat, Neuinterpretationen und herkömmliche Spielweisen populärer und traditioneller Lieder aus dem Maghreb in der WERKSTATT DER KULTUREN auf die Bühne bringen.

Bei dieser Edition von "ARAB SONG JAM goes Maghreb" stellt der marokkanische Oud Spieler, Fusion Musiker und Session Leader Alaa Zouiten gemeinsam mit Gitarrenvirtuose, Sänger, Songwriter und Produzent Momo Djender traditionelle und zeitgenössische Lieder aus Algerien vor.
 

Im Format lehnt sich "ARAB SONG JAM goes Maghreb" an die Schwarze US-amerikanische Jamsession-Kultur der 40er Jahre an: Das Konzert öffnet Alaa Zouiten einer opening Band - im 2. Set, sind im Raum befindliche Musiker*innen, die das Repertoir kennen und einsteigen möchten, aufgefordert beim Bandleader vorstellig werden.
Ähnlich wie sich die Jazz-Jamsessions in allen Metropolen der Welt inzwischen am "Real Book" mit seinen Jazzstandards orientiert, bedient sich "ARAB SONG JAM goes Maghreb" aus dem facettenreichen sehr poulären maghrebinischen Lied-Repertoire.

Momo Djender ist ein "Sohn des Mittelmeeres". Er ist geboren und aufgewachsen in Algier. Seine Ahnen sind Kabylen, ein nordafrikanisches Berbervolk. Momo wächst mit Chaabi-Musik auf, einer traditionellen algerischen Musikrichtung, die ihre Ursprünge in arabisch-andalusischer Musik hat, entdeckt jedoch ebenfalls früh seine Liebe zu Soul, Jazz und Popmusik.

Seit 1994 lebt er in Berlin. Dank seiner musikalischen Neugier und Offenheit arbeitet er mit Künstlern aus verschiedensten Kulturen, namentlich Ramesh B. Weeratunga (Sri Lanka), Hussein Kili, Rhani Krija (Marokko), Eda Zari (Albanien), Jocelyn B. Smith (USA), Hans Lüdemann, Mellow Mark, Klaus Doldinger (Deutschland), aber auch mit dem weltberühmten Musiker Sting.

Aktuell arbeitet Momo an eigenen Veröffentlichungen. Im Frühjahr 2014 erschien sein viertes Album in arabischer Sprache.

Besonders aber freut sich Momo auf die Veröffentlichung seines ersten Albums mit vorwiegend deutschen Songs. Vom Genre wird es ein souliges Popalbum mit orientalischen Klängen sein. Es wird voraussichtlich im Herbst / Winter 2015 erscheinen. Momo möchte sich mit diesem Album bei den vielen Fans bedanken, die ihm die Treue halten und mehrfach nach seiner eigenen Musik gefragt haben.

Algerien: Bereits mit 14 Jahren hat Momo, in seiner Heimat bekannt als Mohamed Reda, seine ersten Auftritte mit seinen damaligen Bands „Babylon“ und später „Casbah“. Damals covert er Songs von den Beatles, Stevie Wonder und Rocksongs. 

Mit 19 Jahren veröffentlicht er in seiner Heimat sein erstes Album „36 Basta Ali“. (Der Titel bezeichnet eine Bushaltestelle in Momos Wohnviertel Bab El Oued). Mit der Single „Smaati Lennass“ wird er buchstäblich über Nacht ein Star. Der Song – übrigens eine Reprise von George Michaels „Last Christmas“ - hält sich wochenlang in den algerischen Charts.

Marokko: Der Bürgerkrieg zwingt Momo 1991, seine Heimat zu verlassen. Er geht nach Marokko, wo er im angesehenen Restaurant Le Fouquet’s Agadir als Musiker arbeitet. In Marokko gelingt es ihm, seinen arabischen Wortschatz zu erweitern und dadurch ein tieferes Verständnis für sein kulturelles Erbe, die Chaabi-Musik, zu erlangen.

Gleichzeitig bereitet er sein 2. Album, „Rayha Ouïne“ vor, das 1994 in Algerien erscheint. Mit dem Titelsong gelingt Momo wiederum ein „Hit“. Dieses Album bringt Momo den Ruf ein, einer der ersten Musiker des Landes zu sein, der traditionelle Musik (Chaabi) modernisiert und somit auch jüngeren Menschen zugänglich macht. Er prägt die Bezeichnung für einen neuen Musikstil: „Bled Music“, von Bled (Heimat, Land), in Anlehnung an den Begriff „Country Music“.

Berlin: 1994 kommt er nach Berlin, die Stadt, die zu seiner zweiten Heimat wird. Ein guter Freund, der Schauspieler Raul Gonzalez, verschafft ihm einen Job als Musiker beim Kindertheater Rote Grütze. Es stellt sich heraus, dass dies eine ausgezeichnete Gelegenheit ist, die deutsche Sprache zu lernen.

Seine Neugier und Offenheit für andere Kulturen lässt ihn fortan mit verschiedensten Künstlern arbeiten, namentlich Ramesh B. Weeratunga (Sri Lanka), Hussein Kili (Marokko), Eda Zari (Albanien), Jocelyn B. Smith (USA), Hans Lüdemann (Deutschland).

Im selben Jahr, in dem Momo sein 3. Album „Experience“ veröffentlicht (2003), wird Momo durch Rhani Krija von Sting entdeckt und begleitet diesen im Herbst/Winter 2003 auf Weltpromotour für das Album „Sacred Love“. Während Momo ursprünglich nur als Darbouka-Spieler eingeplant war, zeigt sich Sting so begeistert von Momos Gesang, dass er darauf besteht, von ihm auch gesanglich zu begleitet zu werden.

2005 schließlich lernt Momo den deutschen Reggae- und Soulmusiker Mellow Mark kennen. Gemeinsam mit Rhani Krija gründen Mellow Mark und Momo das Trio Mellow Maroc. Sie spielen die DVD Mellow Maroc live & unplugged ein. Neben Auftritten in Deutschland geht das Trio auf Konzertreisen nach Algerien, Ägypten und in den Irak.

Von 2006 bis 2011 widmet sich Momo einer neuen Aufgabe. Er wird Moderator für die algerische Version der erfolgreichen französischen Fernsehspielshow Fort Boyard (alg. „Bordj El Abtal“). Als Kulisse dient die gleichnamige französische Festung. Mit Rekordeinschaltquoten wird die Sendung in Algerien ein Riesenerfolg.


 

Alaa Zouiten - Oud
Muhammad Ra'fat - Drums
Robert Gromotka - Kontrabass

Momo Djender - Special Guest


Die neue Konzertreihe ARAB SONG JAM ist ein Teilprojekt des von der EU finanzierten Projektes "The sound routes. Notes for getting closer" zur Integration von Refugees in Europa, das die Berliner WERKSTATT DER KULTUREN in Kooperation mit ihren Partnerorganisationen in Belgien, Italien und Spanien realisiert.Der Besuch von ARAB SONG JAM ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns sehr!

 


 

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