Februar 2017

 

Arabische Filmreihe: My name is not Ali

Donnerstag 23.02.2017 20:00 | Saal

Eintritt: Infos folgen

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Mayadin al Tahrir e.V. / EUME
Kurator/-in: Viola Shafik

Kooperation Flyer

 

Arabische Filmreihe im Black History Month

"Ali im Paradies/Jannat Ali/My Name Is Not Ali"
von Viola Shafik

Deutschland 2011, Dokumentarfilm, 89 min
Arabisch/Französisch - Engl. UT

Im Anschluss an den Film Gespräch mit Viola Shafik, Renate Leiffer und Irit Neidhardt.

 

Fassbinders ANGST ESSEN SEELE AUF (1974) hat früh ein Schlaglicht auf die Fremdenfeindlichkeit in der Bundesrepublik geworfen. Mohamed El Hedi Ben Salem, Fassbinders Lebensgefährte dieser Zeit, spielte den Gastarbeiter Ali. Viola Shafik re- und dekonstruiert, zwischen Deutschland, Frankreich und Marokko pendelnd, die unbekannte Lebens- und Sterbensgeschichte El Hedi Ben Salems mittels Interviews mit Weggefährten und Familienangehörigen sowie Archivmaterial. Die Offenheit, aber auch die teilweise unreflektierte Naivität der Gesprächspartner verdeutlicht, wie „Ali“ zur orientalistischen Projektionsfläche der Fassbinder-Gruppe wurde, wie der Mensch El Hedi Ben Salem übersehen wurde, um den „Anderen“, Fremden, zu schaffen. Ein ungeschönter Blick auf deutsche und Münchner Filmgeschichte. (Text: Silvia Bauer)

 

     

Viola Shafik ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am kunsthistorischen Seminar der Ludwig Maximillian Universität, München. Sie veröffentlichte u.a. „Arab Cinema: History and Cultural Identity“, AUC-Press, Kairo, 1998/2016 und „Popular Egyptian Cinema: Gender, Class and Nation“, AUC-Press, 2007. Sie kuratierte zahlreiche Filmreihen, unter-richtete an verschiedenen Universitäten und war Studienleiterin des Documentary Campus MENA Programmes 2011-2013. Sie gehört den Auswahlkommittees des al-Rawi Screenwriters Lab, des Doha Film Institutes und des World Ci-nema Funds (Berlinale) an. Zu ihren Regiearbeiten zählen u.a. Ali im Paradies/My Name is not Ali (2011) und Arij - Scent of Revolution (2014).

Renate Leiffer, gebürtige Münchnerin, begann Mitte der 1960er Jahre in der Filmbranche als Übersetzerin, Scriptgirl, als Regieassistentin und später freie Mitarbeiterin der SZ. Die Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder begann 1970 als Scriptgirl, Produktionsassistentin, Verleihchefin und schließlich als langjährige Regieassistentin beginnend 1972 mit „8 Stunden sind kein Tag“. Neben weiteren Regisseuren, u.a. René Clement, Pierre Granier-Deferre und Rainer Wolffhardt, ist besonders ihre Zusammenarbeit mit Norbert Kückelmann zu nennen.

Irit Neidhardt betreibt mec film, eine Verleih- und Vertriebsfirma für Filme von arabischen Regisseurinnen und Regisseuren. Sie ist Koproduzentin mehrerer arabischer Dokumentarfilme, kuratiert Filmreihen zu arabischen Themen und ist Autorin zahlreicher Texte zum Kino und Nahost.



 

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Black Music Renaissance 3 goes BLACK HISTORY MONTH

Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month mit Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Auch die WERKSTATT DER KULTUREN macht mit verschiedenen Veranstaltungen Schwarze Kultur, Geschichte und Gegenwart sichtbar. Im Februar 2017 werden wir in Kooperation mit dem preisgekrönten Schwarzen Pianisten Kelvin Sholar die vierteilige Konzertreihe BLACK MUSIC RENAISSANCE zum dritten Mal durchführen. Beginnend mit dem 3. Februar 2017 präsentieren wir jeden Freitag klassische und einzigartige Musikstile der afrikanischen Diaspora aus den Amerikas und Eurasien: HipHop, Blues, Arbeitslieder (work songs), Jazz, Reggae, Soul, Rock, Rumänischer Tango, African Latino Dance und Detroit literature.

FREITAG 03. FEBRUAR: Jaimeo Brown: HipHop, Blues, Work Songs and Jazz
FREITAG 10. FEBRUAR: Machete Horns
FREITAG 17. FEBRUAR: Kalavan Quartett
FREITAG 24. FEBRUAR: Shebeen: visiting the roots. A musical storytelling evening


 

Die Räume und Toiletten der WERKSTATT DER KULTUREN sind rollstuhlzugänglich. Um den Zugang mit Rollstuhl zu gewährleisten, bitten wir um telefonische Voranmeldung: +49 (0)30 60 97 70-0.