März 2016

 

Fukushima The Aftermath

Freitag 11.03.2016 15:00 | ganzes Haus

Eintritt: frei

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ Akira Ando

Kooperation Flyer

 

 

 

Fukushima the Aftermath

Am 11. März 2016 jährt sich die Reaktorkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal. Internationale Künstler_innen aus Berlin setzen sich mit Konzerten, Performances, Installationen, Ausstellungen und Vorträgen an diesem Tag für eine Energiewende ein. Zum 5. Jahrestag der Katastrophe gestalten Akira Ando und Tsukasa Yajima "Fukushima - The Aftermath 2016" in Zusammenarbeit mit der WERKSTATT DER KULTUREN. Neben Aufführungen von Künstler_innen werden auch Diskussionsrunden zum Thema Energiepolitik statt.


 

Freund_innen einladen


Hier geht es zum Programm.

Fünf Jahre nach Fukushima...


Die Menschen, die im Gebiet um Fukushima lebten, wurden in die sogenannte sichere Zone evakuiert, wo viele noch immer in provisorischen Unterkünften leben, ohne Aussicht auf Rückkehr in ihre alte Heimat. Hinzu kommt, dass immer wieder kontaminiertes Wasser aus den Reaktoren ins Meer austritt.

Der Atomunfall von Fukushima löste weltweit Debatten um eine zukünftige Energiepolitik aus. Deutschland z.B. traf die politische Entscheidung alle laufenden AKWs vor Ende ihrer Laufzeit abzustellen und die Energieversorgung zukünftig ohne Atomkraft zu sichern.

Entgegen des von der Mehrheit der japanischen Bevöl-
kerung geforderten Atomausstiegs setzt die japanische Regierung jedoch weiterhin auf Atomenergie.

Zum 5. Jahrestag des Atomunfalls präsentieren Musiker_innen, Tänzer_innen und andere Künstler_innen ihre Auseinandersetzung mit den Lehren aus dieser Katastrophe und den Aufgaben für die Zukunft. Darum geht es auch in der Diskussionsrunde: "FUKUSHIMA: 5 Jahre nach der Katastrophe - Wie geht es weiter?“

Es liegt in unserer Verantwortung das Thema “Fukushima” wachzuhalten. Dies sind wir den kommenden Generationen schuldig, die wir vor einer hoch kontaminierten Welt bewahren müssen.
 


Unterstützt das Projekt auch auf Betterplace!

 

PROGRAMM

MUSIK UND PERFORMANCE

PODIUMSDISKUSSION   

  • 19:30 Raum 1: "FUKUSHIMA: 5 Jahre nach der Katastrophe - Wie geht es weiter?“
  • Organisator: Tsukasa Yajima
    Diskussionsteilnehmer*innen:
    Masao Fukumoto - Freier Journalist
    Martin Donat - Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg
    Yu kajikawa - Übersetzerin, Sayonara Nukes Berlin
    Moderation: Thomas Dersee - Herausgeber des “Strahlentelex“


VISUELLE KUNST 15:30 - 24:00

  • Foyer: Chuuu / Takuya Kurihara / Dylan Bakker | Malerei, Musik und Performance
  • Seminarraum 2: Paula Nishikawara Gyotaku | Fish print
  • Seminarraum 3: Sigrid Oberer | Filmszenen & Dokumentationen 
  • Seminarraum 4: Christoph Brandl | Photograph & Installation





     

太鼓堂TAIKODO

Eingang | 15:00

TAIKODO - Eröffnungsperformance,  vor dem Haus (bei Regen im Restaurant)

 


TAIKODO wurde von Eltern und Kindern der japanischen Schule Chuogakuen Berlin gegründet. Taikodos Motto ist dass wir unsere japanische Kultur durch gemeinsames Musizieren und Tanzen unseren weiter vermitteln.


Trommel : Juntaro, Roland Schneider, Volker Maruschat, Taiko Saito
Flöte : Tobias Schirmer
Gesang: Akira, Yuna, Mari Watanabe, Fumi Udo, Fumie Tsuji
Tanz : Lili, Yuna, Ena, Dana, Luna, Mao Mayer, Akiyo Fujita
Stylist : Takako Kitagawa
Choreographie : Akiyo Fujita
Musikalisches Arrangement & Komposition : Taiko Saito

 

  

 

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MITSUDOMOE

Club | 15:15

Mitsudomoe | Atmosphärische Musik

Mitsudomoe reagieren auf unsere stürmische Epoche mit primitiven Musikinstrumenten, handgehackt aus Schiefer und vulkanischen Steinen.

 

Miriam Kaul - as, bs
Paul Schwingenschlögl - tp
Louis Durra - key

www.myspace.com/miriamkaul
www.mkaul.com

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RIGHT ON
++ FÄLLT AUS wegen Erkrankung ++

Saal | 16:00

Performance by Daniela Marcozzi, directed by Peter Rose


 


Overcoming a major catastrophe and harnessing the strength to live in the face of death and destruction is the theme considered in Daniela Marcozzi's solo. Certain very specific events can dramatically alter the development and direction of one's life in a matter of minutes. If you survive such an experience it is possible to gain a strength and power to live that is stronger than you previously felt. This experience is so very precious and so strange.
This is the inspiration for “RIGHT ON!” a performance which meditates through movement, monologue and song on the catastrophe of justice that can dramatically change the life of the outspoken citizen into the life of the accused. A group of young Italians were falsely charged with acts of terrorism under the Italian Law 270 and spent one year in prison.
There time behind bars revealed their grace and strength under catastrophic circumstances. “RIGHT ON!” asks the question where did they find the motivation to
carry on.
“RIGHT ON!” is an homage to “LIFE in spite of everything” for the people who survive catastrophes.

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JUST BLUE SKY

Club | 16:15

Just Blue Sky

Rashidii Graffiti - p, g, voc
Philip Henderson - cookie can
Akira Ando - db

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USTONE

Club | 17:15
 

Ustone Lena Kut - voc, electronics
Viktor Batki - 7string viola, electronics
Antonis Anissegos - key, electronics
Daniel Schröteler - dm

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GEST / AZIONE - EXODUS

Saal | 18:00
17:30 Uhr vom Hermannplatz zur Werkstatt der Kulturen

Performance „Exodus"

Exodus bedeutet (altgriechisch ἔξοδος ,Auszug‘, ‚Ausgang‘, daraus latein. Exodus) auch Exodos steht für Auswanderung oder Flucht vieler Menschen.
In der Performance bewegt sich ein kollektiver Körper zusammen, getrieben von Mächten die jenseits jedes Individuum stehen, hier hat niemand mehr einen Namen, die eigene individuelle Geschichte verschmelzt auf der Flucht, die wie ein Flut, alles wegspült.
Wieviel Exodus haben wir schon in Fern-sehen verfolgt? Menschenmassen weggetrieben von Nuclear-Eco-Disaster, Krieg, Hungernot. Was passiert wenn den „Flüchtingen“ ihre Geschichte/Gesichter wieder bekommen würden?

Gest/Azione (La Spezia-Berlin) 1995 von Annalisa Maggiani in Italien gegründet, arbeitet meist in offenen Räumen –Orte Bewohnen. In Italien inszenierte Gest/Azione in Steinbrüchen, am Strand, auf Dorfplätzen und immer wieder in Schlössern, sowie in U-Bahn-Stationen, wobei Sie immer die Geschichte mit dem Raum in Beziehung setzten. Seit 2002 ist sie Veranstalterin des Solo-Butoh-Festivals „La Danza di Confine“ in Lerici -Sarzana (La Spezia).


 

Konzept: Annalisa Maggiani
ProjectionArt: Mario Morleo
Live Musik: Claudia Risch
Performer: Annalisa Maggiani, Elke Postler, Angela Lexa, Davide Manuguerra, Antje Mehle, Alessandra Roticiani, Ana Carbia, Steffen Hofmeister, Caro Kim

www.gest-azione.de
info@gest-azione.de


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YUMIKO OSHIMA

Club | 18:15

Lieder von Toru Takemitsu

Tôru Takemitsu ist einer der bekanntesten modernen Komponisten Japans. Er erlangte u.a. mit seiner Komposition "November Steps" weltweit große Anerkennung. Stets versuchte er durch Liedertexte und Kompositionen zu vermitteln, was für die Menschheit oder für die Welt wichtig ist.

Warum ich diese vier Lieder von Tôru Takemitsu singen will:
"Fünf Jahre sind seit der Katastrophe von Fukushima vergangen, aber nichts ist seitdem unter Kontrolle: Weder die Lage der Reaktoren noch die Probleme von verseuchten Wasser, von kontaminierter Erde und der Verstrahlung in der Atmosphäre. Und die Leute, die plötzlich ihre Heimat verloren haben, sind noch immer gezwungen mit der Unsicherheit für die Zukunft und Ängsten um Gesundheit zu leben.
Auch die Tiere, die heute auf morgen allein zurückgelassen worden waren, mussten oft verhungert im Elend sterben. Es darf nicht erlaubt sein, dass Menschen die unbeherrschbaren Atomkraftwerke betreiben oder ins Ausland verkaufen, aber das ist genau, was die japanische Regierung gerade macht. "Fukushima the Aftermath" ist die Antwort darauf: Die Welt darf weder einfach zusehen, noch es zulassen. Dafür möchte ich diese Lieder singen."
Yumiko Ôshima, Sängerin

Yumiko Oshima - voc
Akira Ando - db

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GUNTER HAMPEL

Saal | 19:00

Dance improvisation company

 

 

 
Gunter Hampel - vib, bcl, fl
Danilo Cardoso - dance Cavana Lee Hampel - voc
Ruomi Lee Hampel : dance Johannes Schleiermacher - ts, fl
Bernd Oezsevim - dm
 

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EMILIA NIEZBECKA

Club | 19:00

Polish ancient lamentation and new Berliner lament songs.
With a big help of Ezra Pound's poems.

Emilia Niezbecka - voice, tabla, violin
Marieluise Hermann - accordion, voice, guitar

"Who are we, humans, and what do we live for at all? Is our life only about economical power? Steady income? Reproduction? Do we know ourselves at all? We are longing for love, but building walls out of fear from each other… as if we would be two or more separated beings in one body…
Is every single disaster in this world not an expression of a big confusion we are carrying inside us?
But we are keeping ourselves too busy to see it and too distracted by everyday trivial."


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PHILIP LEWIS / TRAUDE BÜHRMANN

Raum 1 | 19:15

Gedichtlesung

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電気神楽 ELECTRO KAGURA

Saal | 20:00

Electro Kagura
“Beethoven Symphony No.7 2nd movement”

Director: Yukihiro Ikutani

Dance:I chi Go

Music: AXL OTL(Cedric Douhaire)



"This deep and dramatic symphony always gives me energy. I asked AXL OTL to make an electro rework of this famous piece. The influence of classical music in his Electronica is predominant and he is used to this sort of association. I want to search the darkness and the brightness within our human body, like traveling through a mirror and exploring its two sides..


"
 

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DER FRIEDENSWAL MUSIC

Club | 20:15

Ensemble Abhörstation

Eine Performance um den gestrandeten FRIEDENSWAL Undine, der als GPS gesteuerte KIangskulptur in einem gläsernen Sarg vor allen Küsten der Welt, in denen Krieg herrscht, mit Soundkanonen für Frieden!

ENSEMBLE ABHÖRSTATION - Wir hören uns ab und zu
Seit nunmehr drei Jahren improvisieren die Musiker Theo Jörgensmann (Klarinette), Nikolaus Neuser (Trompete), Bernd Oezsevim (Schlagzeug) und Mike Vamp (Soundmetamorphose) zusammen mit der Sängerin und Schauspielerin Regina Schulte am Hülse in verschiedenen Projekten, die sie in der alten Stasi Abhörstation in der Mittelstraße entwickelten. - Zunächst entstand dabei das Projekt "Auf der Suche nach dem verlorenen Klang". - Das Gebäude selbst wurde mit der unterschiedlichen Akustik der verschieden Räume zum sechsten Musiker.




DER FRIEDENSWAL ist ein Gedicht von Regina Schulte am Hülse, zu dem die Musiker improvisieren. - Im September 2015 entstand ein experimenteller Dokumentarfilm über eine Performance zu dem Thema auf der ehemaligen US-Abhörstation zu Zeiten des Kalten Krieges auf dem Berliner Teufelsberg. - Dabei war diesmal der Schlagzeuger Christian Marien, der inzwischen fest zum ENSEMBLE ABHÖRSTATION gehört.
Fester Bestandteil des Ensembles ist der Fotograf Alexander Bunk, der mit seinen Projektionen aus der ehemaligen Stasi Abhörstation neue Räume schafft.
Ebenfalls zum Ensemble gehören die Kameraleute und Filmemacher Olivier Hallé und Robert Klammer.
Zurzeit schneiden wir den Film ANNUNZIATA, der in der ehemaligen Stasi Abhörstation unter anderem mit dem Enkel von Regina Schulte am Hülse gedreht wurde.

Theo Jörgensmann - cl
Regina Schulte am Huelse - Text+Gesang
Bernd Oezsevim - dm
Christian Marien - dm
Nikolas Neuser - tp
Mike Vamp - Sound Design

Näheres unter: www.abhoerstation.eu

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RIEKO OKUDA

Saal | 21:00


Rieko Okuda - p
Yuko Kaseki - dance
Michiyasu Furutani - dance

"The sharing experiences and fear at the aftermath in Fukushima through our performance is very important. We like to send you the message: the massive sadness came at once. We should not forget what people experienced. But at the same time, we like to bring the light to Fukushima. The word "Fukushima" should not remember as only sadness, but as one of the great city in Japan. We will perform with Japanese traditional dance, butoh, and music to send this message."

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REQUIEM MMXVI

Club | 21:15

Performance : SYNTRON

Music : Thomas Zunk
Grotesque Dance : Elke Postler


The artists of SYNTRON (Elke Postler - grotesque dance & Thomas Zunk - music) work together since 2000 and have since staged 14 productions. Thomas' composition REQUIEM MMXVI (2014-1016) was remodelled into a dance version especially for this event and will be premièred on stage here.
This 21st Century Musique Concrete Sampling project combining found sounds from the Internet and live music of unexpected force comes to life with a groteque ritualistic dance derived from martial arts movements and images of tibetan Dakinis, Mahakalas as well as east-asian dance forms including balinese Legong and japanese Butoh.The goddess dancer burning with energy and unaware of the destructive forces she emanates is at the same time destroyer and victim of the forces of man's pity machines going havoc.
A reflection on man-made death by machines in memory of all victims of the nuclear disasters in Japan - Hiroshima, Nagasaki, Fukushima.

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LIES | HARMONY

Saal | 22:00

Lies / Harmony Tanztheater, Performance & Video :
Bodypoet Kazuma Glen Motomura





~Celebrate the new world of harmony!
A hope filled solo contemporary dance theater reinforced with actual experiences in Japan and Fukushima~

新しい和の世界へようこそ!(...ただ自分の子を殺してる毒に関しては何も言わないように。だって周りの人はちゃんと見て見ぬフリしてるでしょ?)
たった一人で魅せる希望にみちたコンテポラリーダンスシアター

:: About the Choreographer | Kazuma Glen Motomura (bodypoet)
Born with a Japanese father and a Zimbabwean/South African mother, Kazuma grew up in Tokyo, New York and Europe. Trained in martial arts, hip hop and later contemporary dance, he seeks to elimiate the borders between forms and self. He works in a wide variety of fronts from collaborating closely with activist groups to make politically and environmentally provoking pieces, cutting edge commerical projects, dance battles, imagination nuturing activities with children ...and dancing alone in nature.
 

 

www.lakestudiosberlin.com

www.youtube.com/bodypoet

 

 

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ABSCHLUSSPERFORMANCE "DONT´LET THEIR GREED DESTROY THE WORLD"

Saal | 23:00

Jazz As Pure Spirit = JAPS

JAPS ( Jazz As Pure Spirit ) is a group of artists who looks at the past and searches for the better future.
In 2013, the group started as a Jazz trio by Akira Ando ( bass ), Han Sato (ts, ss), and Masaya Hijikata (dms). Later, Zam Johnson took over Masaya as the drummer and Izumi Ose has joined the group that made the group very much colorful. For the last concert at Badenscher-hof,
Yoshihiro Shimomura ( Butohdancer ) has joined the group as a guest dancer. His participation has enlarged the future possibilities of the group. Repertory of JAPS covers jazz, funk, latin, free jazz etc….
But a lot of compositions ( ex. “Rice harvest”, “Black cows in Namie”) has strong Japanese influence.

 


“Don’t let their greed destroy the world”

Did you forget Hiroshima?
Can you forget Nagasaki?
Did you forget Chernobyl?
Are you trying to forget Fukushima?
Can you really do?

Nuke makes Power
Power brings Money
Money makes Greed
Greed brings Death

Don’t let Nuke wreck the earth
Don’t let Power overcome the globe
Don’t let Money deceive those people
Don’t let their Greed destroy the world

Feb. 2016 Akira ando


 


Music : The JAPS and friends
Special guest conductor : Günter “Baby” Sommer
Akira Ando - db Han Sato - ts
Izumi Ose - p, voc Yumiko Oshima - voc
Zam Johnson - dm Miriam Kaul - as, bs
Paul Schwingenschllögl - tp Felix Komoll - fl, g
Emilia Niezbecka - vi, voc Yoshohiro Shimomura - dance
Ichi Go - dance Maria de Faria - dance
Willi Kellers - dm Thomas Zung - key et al.


The JAPS and friends
http://aandjaps.wix.com/sitetop#!archive/c14qb
Guest conductor : Günter „Baby“ Sommer
http://babysommer.com/navi/navi.htm


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PODIUMDISDISKUSSION

“ FUKUSHIMA: 5 Jahre nach der Katastrophe - Wie geht es weiter?“

Raum 1 | 19:30 – 21:00

Fünf Jahre sind seit dem Super-GAU von Fukushima vergangen. Eine weiträumige Region wurde dauerhaft radioaktiv verseucht und unbewohnbar gemacht, viele Menschen verloren ihre Heimat, manche sind heute noch gezwungen, in Angst, Unsicherheit und Aussichtslosigkeit zu leben. Wie kann es sein, dass die japanische Regierung trotzdem an ihrem Atomkurs festhält? Aber vor allem: Wie sieht die Welt nach Fukushima aus? Deutschland hat zwar den Atomausstieg beschlossen, aber noch acht Atommeiler sind am Netz. In Nachbarländern sind es noch viele, 9 davon stehen an der deutschen Grenze. Weder im In- noch im Ausland weiß keiner, wo der täglich neu hinzukommende radioaktive Müll hin soll. Was für eine Welt wollen wir und, was können wir dafür tun?

Fünf Jahre sind seit dem Super-GAU von Fukushima vergangen. Eine weiträumige Region wurde dauerhaft radioaktiv verseucht und unbewohnbar gemacht, viele Menschen verloren ihre Heimat, manche sind heute noch gezwungen, in Angst, Unsicherheit und Aussichts-losigkeit zu leben. Wie kann es sein, dass die japanische Regierung trotzdem an ihrem Atomkurs festhält? Aber vor allem: Wie sieht die Welt nach Fukushima aus? Deutschland hat zwar den Atomausstieg beschlossen, aber noch acht Atommeiler sind am Netz. In Nachbar-ländern sind es noch viele, neun davon stehen an der deutschen Grenze. Weder im In- noch im Ausland weiß keiner, wo der täglich neu hinzukommende radioaktive Müll hin soll. Was für eine Welt wollen wir und, was können wir dafür tun?
 
 

 
Moderation:
Thomas Dersee, Herausgeber des "Strahlentelex"
DiskussionsteilnehmerInnen:
Masao Fukumoto, Journalist
Martin Donat, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Yû Kajikawa, Übersetzerin, Sayonara Nukes Berlin

Veranstalter:
Akira Ando und Tsukasa Yajima
in Kooperation mit: Werkstatt der Kulturen, Sayonara Nukes Berlin/Potestival, Bürger-Initiative Lüchow-Dannenberg, Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin


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VISUELLE KUNST

15:00 – 24:00

Malerei, Musik und Performance

Foyer: Chuuu / Takuya Kurihara / Dylan Bakker
Seminarraum 2: Paula Nishikawara Gyotaku (fish print)
Seminarraum 3: Sigrid Oberer Filmszenen & Dokumentationen
Seminarraum 4: Christoph Brandl Photograph & Installation
 

Chuuu / Takuya Kurihara / Dylan Bakker

Chuuu was born in Kyoto Japan 1975. His base is now in Berlin. Now the theme of his works are nostalgia-ism and reconstitution.In his paintings and drawings, influenced by Japan, Berlin wall, Girl and History of painting tools. He expresses nostalgia by using techniques such as scraping and scaling paints, use dry impasto material to make crack surface, use flat touches and intentionally unshaded image. Adding modern elements of manga and anime on those,that is his work. He uses Acrylics, Gouache, Aquarelle, Ink, Colored pencil, Tea, Oil, Magazines and more. He moved his activities to Berlin in 2003 moved. Between 2009 and 2012, Chuu also did art projects at Tacheles.

http://chuuu.xxxxxxxx.jp/#work
chuuu.xxxxxxxx.jp/#work
https://www.facebook.com/chuuu.jp/


Dylan Bakker wurde im Juni mit einem Leistenbruch auf der Südhalbkugel geboren. Nach unterschiedlichen religiösen und akademischen Experimenten verschrieb er sich der Kunst. Heute ist er ein interdisziplinärer Tausendsassa, den Kosmos in einem Raumschiff durchstreifend, das auf Siebdruckbasis, Livemusik, Performance, Video, Design, Fotografie und Text läuft.

http://www.dylanbakker.com

 


Seminarraum 2: Paula Nishikawara Gyotaku (fish print)

Paula Nishikawara is a Vancouver artist currently painting and living in Berlin, Germany. She is a graduate of Emily Carr College of Art and Design who has exhibited in Canada, the United States, Australia and Germany.
Paula is passionate about creating “experiences” that combine concept, authenticity, seeking of truth and freedom. In Berlin, a show was set in a cellar, while in Vancouver exhibitions have graced homes in private wooded forests and with ocean views. Most recently a large Chinatown space in Vancouver was converted into an experience of 17 original pieces and a unique performance of Dance, Music and Painting called “This Is It”. She has developed a body of collaborative art work with Pedda Borowski, a Berlin based artist and Juozas Augulis an artist/philosopher from Lithuania. Her large scale pieces transform spaces with a unique West Coast palette and treatment on raw canvas and are displayed as backdrops for musical performances and business openings. I have a brush in my hand, immersed in a project, collaborating to create what's possible when joining together. We are fully involved in this language beyond words and engaging with our audience.

"I have a brush in my hand, immersed in a project, collaborating to create what's possible when joining together. We are fully involved in this language beyond words and engaging with our audience.”




Seminarraum 3: Sigrid Oberer Filmszenen & Dokumentationen

Filmszenen & Dokumentationen,  1 1/2-stündige Loops aus drei Teilen

1. b T e O r K l Y i O n
Dokumentarfilm von Malachi Albrecht, Yumiko Albrecht, Sigrid Oberer // ca. 15 min // dt.
Malachi aus Berlin erlebt den 11. März 2011 während seines mehrmonatigen Aufenthalts in Tokyo bei seiner japanischen Großmutter. Zwischen Berlin und Tokyo wird in der Familie diskutiert, was der nächste Schritt ist, sein muss ... Auf einer Reise im Herbst 2014 mit seiner Schwester reflektiert Malachi die damaligen Ereignisse.
2. Think-Tableaus - Szenen aus Japan im Herbst 2011
In 10 kurzen Clips reihen sich stilllebenartige und dynamische Bilder des japanischen Alltags ein halbes Jahr nach Fukushima zu einer Assoziationskette über Natur- und menschengemachte Katastrophen, Strom, Konzerne, Proteste und Alternativen. Aufnahmen aus Fukushima-City, Minami-Soma, Tokyo
3. Können Schweine fliegen? – Geschichte der No-Nuke-Bewegung in Japan
Dokumentarfilm von Sigrid Oberer // 31:25 min // jp. mit dt. UT
„Können Schweine fliegen?“ erzählt die Geschichte der japanischen Anti-Atom-Bewegung von ihren lokalen Anfängen in den 1950er über die japanischen Reaktionen auf den GAU in Tschernobyl und den Unfall in Tokaimura im Jahr 1999 bis zum jüngsten nuklearen Desaster in Fukushima. In Interviews lassen Aktivisten sowie eine japanische Wissenschaftlerin die Proteste der letzten Jahrzehnte Revue passieren und analysieren nicht zuletzt die Strategien der Atomindustrie, die Proteste gegen AKWs zum Schweigen zu bringen.
Die Dokumentation endet mit Bildern von den Protesten der alten und der neuen Anti-Atom-Bewegung in der Post-Fukushima-Ära.

Seminarraum 4: Christoph Brandl Photograph & Installation

 

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