Religiöse Vielfalt

 
 

Wie fast alle Metropolen der Welt ist auch Berlin zunehmend von religiöser Vielfalt geprägt: über 250 Religionsgemeinschaften, sowie zahlreiche nicht-religiöse, aber weltanschaulich gebundene Gruppen finden sich in der Stadt. Hier handelt es sich mitnichten lediglich um die abrahamitischen Religionen: in Berlin befindet sich der einzige Candomblé-Tempel Deutschlands, mehrere Hindutempel von Communities aus Sri Lanka und Südindien, ein Sikh-Schrein, sowie Tempel zahlreicher buddhistischer Gemeinschaften aus Süd-, Südost- und Innerasien. Syrische und irakische Yeziden praktizieren ihre Religion in der Stadt ebenso wie Baha'i aus dem Iran oder Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen.

  • Auf einer eher sinnlichen Ebene machten das das cross-over Festival „Faith in Tunes“ (2016 & 2017) und das „Sacred Music & Dance Festival“ (2013) diesen religiösen und weltanschaulichen Reichtum Berlins in der WERKSTATT DER KULTUREN erfahrbar. Beide Festivals sind Hommagen an die Stadt Berlin, neue und alte Heimat einer Vielzahl unterschiedlicher religiöser Gemeinden, die als integralen und unverzichtbaren Bestandteil religiöser Aktivität eine sehr lebendige Praxis religiöser und religiös inspirierter Musik und Tänze pflegen.
  • Im Oktober 2017 fand das „1. Festival religiöser und spiritueller Kulturen“ mit dem Screening von Filmen sowie Lectures durchgeführt. Gemäß ihrem Leitmotiv "we celebrate cultural difference" zeigte die WERKSTATT DER KULTUREN religiöse und spirituelle Filme aus der ganzen Welt - unter besonderer Berücksichtigung von Arbeiten die kleinere, wenig sichtbare religiöse Gemeinschaften porträtieren.
  • Seit 1999 untersucht der ehrenamtlich tätige Arbeitskreis Werkstatt Religionen und Weltanschauungen in seinem Langzeitprojekt spezifische gesellschaftsbezogene Fragestellungen im Kontext religiöser und weltanschaulicher Perspektiven. Bei seinen monatlichen Treffen eröffnet der Arbeitskreis seinen Mitwirkenden neue Räume des Wissens und der Wahrnehmung der eigenen Sozialisierung, indem er jedes Jahr ein neues Thema (z.B. Erwachsenwerden, Geschlechterrollen, Identität, Arbeit, Würde, Fanatismus, Eigentum, Veränderung, etc.) aus unterschiedlichen religiösen Perspektiven bearbeitet, und präsentiert seine Erkenntnisse in einer jährlichen Fortbildungstagung für Lehrer*innen, die regelmäßig von ca. 100-140 Multiplikator*innen besucht wird. Außerdem veröffentlicht die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen immer wieder Materialien für den Schulunterricht. Mitwirkende der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen zählen zu den Initiator*innen des Berliner Forums der Religionen, und auch die Gründer*innen des Berner Hauses der Religionen haben konzeptuell viel von der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen gelernt.


  


Die WERKSTATT DER KULTUREN wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.